Was einmal war...

1750-1752 ließ Franz Georg Zandt von Merl ein Barockschloss errichten, welches heute als eines der Bedeutendsten im gesamten Südwesten gilt. Als barocke Residenz in mehreren Bauperioden errichtet, ist die Schlossanlage in Münchweiler im nördlichen Saarland heute in der achten Generation im Familienbesitz.

Kurz nach der Errichtung des Haupthauses zerschlägt 1752 ein tragisches Ereignis den Traum vom Leben im Barockschloss, als Baronin Philippina von Zandt, geborene von Eltz, mit Kind im Kindbett stirbt.

1754 zieht mit Agnes Appolonia, geb. Freiin von Hagen, die erste Schlossherrin ein. Die reichsherrliche Familie baut den Landsitz zu einer barocken Residenz aus. Glücklichen Jahren folgt der Umbruch mit der französischen Revolution und der Besetzung. Die Familie rettet sich, unter Führung der mittlerweile Verwitweten Schlossherrin, auf die andere Rheinseite. 1801 kehrt sie zurück und kauft den Franzosen den Besitz wieder ab.

Nach hundertjähriger Pause folgen 1886 die letzten Erweiterungen im Norden und südlichen Parkflügel (z.B. zweites Prunkportal).

Das Ende des 1. Weltkrieges, Reparationen und Weltwirtschaftskrise erzwingen 1932 Verkäufe und nach dem 2. Weltkrieg öffnen Brigitte von Hagke, geb. Freiherrin von Zandt und vorher Ihre Tante Baronin Olga von Zandt Teile des Schlosses durch Gastronomie und Fremdenzimmer.

1997 beginnt die nunmehr achte Generation, unterstützt von Bund, Land und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit einer Grundsanierung. Diese dauert zehn Jahre.

1999 bis 2000 entsteht parallel zur Sanierung an Stelle des südlichen Wirtschaftstraktes das Hotel.

2007 öffnet das Cafe im ehemaligen Teesalon der Baronin Olga von Zandt. Hier kann man jedes Wochenende hausgemachten Kuchen und Torten geniessen, im Sommer auch auf der Terrasse vor dem Schloss.

2009 richtet die Stadt Wadern ein Trauzimmer in einem der vielen Barockzimmer ein. Seitdem sind Paare aus aller Welt auf Schloss Münchweiler verheiratet worden.

Die Familie hat 2015 mit der Sanierung der Schlosskapelle begonnen.  Der historische Barockaltar ist älter als das Schloss selbst und inzwischen vollständig restauriert. Ab März 2016 kann die Kapelle für kirchliche Hochzeiten und Taufen genutzt werden.

In diesem Jahr soll der Barockpark weiter hergestellt werden. Wunsch der Familie ist es, den Park nach seinen historischen Vorlagen Schritt für Schritt wieder herzustellen.